
Noch bei Bestehen des Amtverbandes Ennigerloh-Neubeckum trug man sich mit dem Gedanken, das veraltete Amtshaus aufzugeben und neue Räume für die Verwaltung zu suchen. Als das Verkaufsbüro der westfälischen Zementindustrie 1950 die Absicht hatte, seine Räume an der Kaiser-Wilhelm-Straße gegenüber der alten Kantine des Werkes „Mark I“ aufzugeben und ein neues Bürogebäude zu errichten, zeigten die Amtsvertretung wie auch der Gemeinderat Neubeckum Interesse am Ankauf dieses Hauses. Doch es kam nicht dazu.
Im Mai 1955 wurde nochmals betont, daß Räume in der Gemeindeverwaltung fehlen. Man überlegte, einen Flügel an die ehemalige Gastwirtschaft Brand an der Hauptstraße anzubauen. Der Verwaltungschef aber regte an, zusammen mit dem Verkaufsbüro der westfälischen Zementindustrie zwischen Lessingstraße und Feldstraße einen Neubau zu errichten. Das Verkaufsbüro hatte eine zinslose Mietvorauszahlung von 200.000 DM in Aussicht gestellt. Im August 1955 teilte das Verkaufsbüro nochmals mit, das von der Gemeinde zu errichtende Verwaltungsgebäude zu einem Teil anmieten zu wollen, weil es inzwischen entschieden worden sei, daß das Verkaufsbüro seinen Sitz in Neubeckum behalten werde, wohin es Ende des Zweiten Weltkrieges, aus Bochum kommend, evakuiert worden war. |
Zwei Jahre später beschloß der Rat der Gemeinde, ein Rathaus zu bauen, und zwar in Verbindung mit einem Kassengebäude der Ämtersparkasse Oelde, Ennigerloh, Neubeckum. Das alte Amtshaus sollte auf Abbruch möglichst an eine örtliche Firma des Einzelhandels verkauft werden. In einer Ratssitzung im Februar 1958 fiel der Beschluß, das Rathaus mit dem Kassengebäude nicht auf dem freien Platz neben der evangelischen Kirche, sondern auf dem Marktplatz zu bauen. |
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Quelle: Neubeckum 1899 – 1974 |
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